Adventsfeier des OWK am 09.12.2023

Weihnachtsfreude stand im Mittelpunkt der OWK-Adventsfeier

Weihnachten ist das Fest der Liebe und der Freude, man gratuliert zum Fest und wünscht sich gegenseitig „Frohe Weihnachten“. Doch worüber freut man sich an Weihnachten? Sind es die Geschenke, das familiäre Zusammensein, das besondere Essen, die festliche Stimmung oder kulturelle und spirituelle Erfahrungen? Was ist Weihnachtsfreude? Dieses Thema stand im Fokus der adventlichen Feier des OWK Walldürn, die musikalisch von Friedhelm Bundschuh am Akkordeon und Gernot Ludwig mit der Gitarre begleitet wurde. Ein Gesangsensemble eröffnete mit dem Lied: „In the bleak midwinter“ die Feier. Danach begrüßte die Vorsitzende Agnes Sans alle Teilnehmer*innen im festlich dekorierten Gasthaus zum Hirsch. Mit dem Lied: „Fröhliche Weihnacht überall“ leitete man über zum meditativen Teil der Feier.

 

Man hörte zunächst von Christel Kuhn über die Vorfreude auf Weihnachten, die manchmal am schönsten und spannendsten erscheint. Erna Müller erzählte von Kindheitserinnerungen aus eigenen Reihen, verbunden mit heimatlichen Gefühlen und vertrauten Erfahrungen, die auch immer Gründe seien, sich alle Jahre wieder neu auf dieses Fest zu freuen. Das gemeinsame Lied: „Es ist für uns eine Zeit angekommen“, erinnerte ebenfalls an das Warten und Wandern durch winterliche Natur mit einem ganz eigenen Glanz der Weihnacht.

 

Albert Ehrler las eine Passage aus der biblischen Weihnachtsgeschichte vor, die konkrete Antworten gibt, was mit Weihnachtsfreude gemeint ist.Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige euch große Freude…..!“, so heißt es bei Lukas 2,10. Diese Weihnachtsfreude hat mit der Geburt eines Kindes zu tun, denn sie ist immer ein freudiges Ereignis und ist Grund zur Freude. Diese Botschaft bleibt die unüberbietbare Überraschung von Weihnachten, die eigentliche Bescherung. Dieses Geschenk ist auch der Grund, um sich gegenseitig weihnachtliche Geschenke zu machen. Wolfgang Eisenhauer las eine Variante der Weihnachtsgeschichte vor, in der Kind und Krippe fehlen und damit auch das Geschenk. Diese Heilsgeschichte mit offenem Ausgang machte allen Zuhörer*innen bewusst, dass die Menschen selbst erkennen müssen, was zu tun sei, um sich und die Welt zu erlösen.

 

Weihnachten ohne das Geburtstagskind zu feiern ist für viele weitgehend normal. In unserer multikulturellen Gesellschaft stehen oft andere Dinge im Fokus. Es mutet an, dass uns das Kind in der Krippe mit seiner Botschaft abhandengekommen ist. Das brachte ein Dialog zwischen Ochs und Esel deutlich und amüsant zum Ausdruck, vorgetragen von Karl Friedrich Berberich und Ralf Englert. Ein anschließendes Duett mit dem Lied: „Wir sind nur Ochs und Esel“, gesungen von Karl-Friedrich Berberich und Brunhilde Marquardt, pointierte, wie Tiere sich in solchen Fällen klug und weise verhalten können, ebenso das französische Lied „Entre le boeuf et l`âne gris“. Über Weihnachten als Event ohne Inhalt, von dem viele genug haben oder es emotional negativ besetzen, auch wenn sich alle Menschen nach Hoffnung und Zuversicht sehnen, darüber berichtete Martina Greulich.

Doch, was hilft, Weihnachten neu zu feiern und froher zu erleben? Dazu gab es ein kleines Handout mit Anregungen, um übers ganze Jahr die Weihnachtsfreude zu leben.

Es folgte eine von Marita Eisenhauer und Helga Reinhard vorgetragene Zitatenreihe, wie bekannte Persönlichkeiten Weihnachtsfreude verstehen. Z. B. meint der Romanautor Charles Dickens: „Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben“. Der Theologe und Autor Anselm Grün bringt die Weihnachtsfreude so auf den Punkt: „Wir feiern an Weihnachten eine Geburt, die Geburt des göttlichen Kindes, aber auch unsere eigene Geburt, weil Neues in uns entstehen soll. Das ist die Verheißung von Weihnachten!“

 

Mit dem Walldürner Mundartgedicht von Hanne Assion-Bausback: „Chrischtmette“ offenbarte Doris Weger, wie die Weihnachtsfreude früher im heimatlichen Dürn erlebte wurde und daran man sich heute sehr gerne erinnert.

Susanne Dearnley, die zweite Vorsitzende, sprach das Schlusswort. Abschließend stimmten alle gemeinsam in das Lied: „O, du fröhliche“, ein Beginn Weihnachten froh zu feiern.