OWK verbindet Wandern und Lyriks

am 03.07.2022

Nach einer positiven Resonanz zur Themenwanderung „Wandern und Lyriks“ im vergangenen Jahr, bot der OWK auch diesmal eine 8,5 Kilometer lange Tour besonderer Art an. Wanderführer Karl Friedrich Berberich begrüßte mit einem Sologesang aus dem Lied: „Gut wieder hier zu sein“ von Konstantin Wecker, Reinhard Mey und Hannes Wader 25 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde.

Der Weg führte zunächst zur Waldkapelle im Märzenbrünnle. Dieser Ort ist ein Mekka für alle Spaziergänger, Pilger, Fremde, besonders für alle Walldürner und Wanderer. Hier an diesem spirituellen Ort bot sich an, das Thema „Glauben“ lyrisch aufzugreifen. Glaube, der uns ermutigen mag und mit dem man manchmal Bäume ausreißen kann, der aber auch zerbrechlich oder angeschlagen sein kann. Mit dem Kanon: „Lobet und preiset ihr Völker den Herrn“ sowie einem gemeinsamen Vaterunser Gebet brachten die Wanderer ihren Glauben im Dom des Waldes inmitten einer staunenswerten Schöpfung zum Ausdruck, jede und jeder auf ihre bzw. seine Weise. Der „Hymn“ von Barclay James Harvest rundete diesen meditativen Part ab.

Durch einen schattenspendenden Sommerwald ging es weiter zur Hütte auf dem Rippberger Weg. Diese Station stand unter dem Thema: „unsere Schöpfung“. Hier besann man sich auf die Heilkraft des Waldes. Inmitten der Natur, im Licht und Grün, sinkt der Stresspegel, man wird ruhig und kreativ. Gerade während der Pandemiezeit schätzte man besonders dieses grüne Refugium. Das Wunderwerk Wald steht allen jederzeit offen, hier ist das Entstehen und Vergehen der Natur stets präsent, man kann seine Schönheit, aber auch seine Verletzlichkeit erkennen.

Hier kredenzte Karl Friedrich Berberich einige Takte aus dem Klassiker von Alexandra: „Mein Freund, der Baum“. Der Text des Liedes aus den 60er Jahren spricht für sich und von unserem Auftrag gegenüber der Schöpfung. Brunhilde Marquardt rezitierte das ermutigende Gedicht von Marion Schmickler-Weber: „Sei, wie ein Baum“. Bäume prägen unsere Landschaften. Sie sind unverzichtbar für Klima, sie sind natürliche Kraftwerke, bieten vielen Tierarten Lebensraum und erhalten das Gleichgewicht der Natur.

In einer folgenden Talsenke ließen sich viele Wanderer auf die Musik von Max Giesinger „Wenn sie tanzt“ inspirieren und probierten spontan eine ganz besondere Form von Bewegung aus, das Tanzen.

Die Hütte „Die Alten haben`s erhalten“ war das nächste Ziel mit dem Thema: „Familie“. Für viele Menschen ist die Familie ihr wertvollster Besitz, auch wenn sie nicht immer perfekt ist. Doch, welche Kriterien muss eine perfekte Familie erfüllen? Einige OWK-Mitglieder brachten mit einigen Zitaten die Erklärung auf den Punkt und letztlich gab der Songtext von Rolf Zuchowski „Die perfekte Familie“ Aufschluss. Auch jedes einzelne Familienmitglied, wie der Großvater, übernimmt eine wichtige, individuelle Rolle. So kamen die nächsten Melodien aus dem Lied „Großvater“ von STS, Karl-Friedrich Berberich rezitierte den Text. Die Gedanken zur Familie beschäftigte die Wanderer beim Weitergehen und wurden rege ausgetauscht.

Den letzten Halt an der „Schutzhütte an der Mutterfichte“ widmete man dem Thema „Frieden“, ein stets aktuelles Thema, das viele nachdenklich stimmte. Einem kurzen Anspiel der Melodie von „Ein bisschen Frieden“ mit dem die damals 17-jährige Nicole den Grand Prix für Deutschland gewann, folgte ein meditativer aufbauender Impuls, der die Wanderer erdete. Abschließende Klänge von John Lennons „Imagine“, der Song, der während des Vietnamkrieges 1971 entstand und sich zu einem ewigen Protestsong und Hoffnungssymbol entwickelt hat, rundete zuversichtlich und lebensbejahend die gelungene Wanderung mit allen Sinnen ab. Dafür dankte die Vorsitzende des OWK Agnes Sans abschließend beiden Wanderführern, bevor man sich zur Einkehr in der Taverne „Altes Wasserwerk“ traf.


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