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OWK wanderte am 02.02.2020 zum Dreimärker

veröffentlicht um 03.02.2020, 06:28 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 03.02.2020, 06:55 ]
Der Dreimärker an der gemeinsamen Grenze von Walldürn, Hainstadt und Hettingen im Bereich des Naturschutzgebietes "Lappen" war das Ziel der OWK-Wanderung. Bei stürmischem Regenwetter machten sich insgesamt 25 eifrige Wanderer auf den Weg.

Ausgangspunkt einer fünf Kilometer langen Wandertour war am Ende der Buchener Straße in Walldürn-Süd. Brunhilde Marquardt und Marita Eisenhauer führten 7 Wanderfreunde auf dem Weg durch das Bundeswehr-Gelände bis zum Waldanfang. Rechts davon lag das Naturschutzgebiet "Lappen" und links säumte eine Streuobstwiese am Fuße des 432 Meter hohen Hummelberg den Weg. Es gab bereits blühende Weidenkätzchen als erste Frühlingsbooten.

Um den Dreimärker zu erreichen, musste man eine Überschwemmungsfläche in einer Talsenke umwandern, die durch den Lößlehmboden entstanden ist, der Wasser nicht durchsickern lässt. Dabei durchlief man in wenigen Schritten die drei Gemarkungen: Walldürn, Hettingen, Hainstadt.


Dreimärker sind Hoheitszeichen. Sie grenzen Hoheitsbereiche ab und dürfen nicht verändert, nicht unbefugt versetzt oder entfernt werden. Ein Gesetz des Großherzogtums Baden von 1852 wurde mit der Katastervermessung 1870 bis 1882 in unserer Gegend umgesetzt. Der dreikantige historische Grenzstein aus regionaltypisch rotem Buntsandstein zeigt auf jeder Seite die Inschrift seiner Gemarkung. Er ist ein Stück Heimat und Zeuge der Geschichte, ein Kulturdenkmal, das es zu bewahren gilt. Um Walldürn herum gibt es neun Dreimärker. Diese will der OWK in den nächsten Jahren erwandern mit dem Ziel, die Gemarkung von Walldürn konkreter kennen zu lernen.

Unweit dieses Grenzmittelpunkts verläuft auch die Wasserscheidelinie zwischen Main und Neckar und hier liegt auch die Quelle des Eiderbachs. Nach diesen Erklärungen ging es über eine Furt und Sumpfwiese wieder auf den Weg und zum Ausgangspunkt  der Wanderung zurück.



Eine zweite Gruppe mit 17 Wanderfreunden erwanderten 12 Kilometer. Sie wurden von Karl-Friedrich Berberich und Wolfgang Eisenhauer geführt. Zunächst ging es zum Hainstadter Brückle in Walldürn Süd. Hier gab es Erklärungen zur Biberburg. Über die Hettinger Brücke, welche die B 27 überspannt , gelangte die Gruppe über das Vogelschutzgebiet Lappen und Eiderbachgraben zum Dreimärker.

Dieses Natur- und Vogelschutzgebiet bietet im Winter und im Frühjahr durch den Einstau des Eiderbachs eine wichtige Überschwemmungsfläche. Zahlreiche Zug- und Wasservögel, wie Enten, Taucher und Störche, machen auf ihrem Weg in ihre Brutgebiete im Norden und Osten hier Station und können ungestört rasten und Nahrung aufnehmen.



Der Rückkweg erfolgte über den Dolinenpfad –auch hier erhielt die Gruppe interessante Informationen zur Geologie und der Entstehung von Dolinen- und die Altheimer Straße.

Beide Gruppen trafen sich abschließend im Gasthaus zum Hirsch in Walldürn zum Austausch und gemütlichen Beisammensein.

Agnes Sans, die Vorsitzende des OWK, dankte den Wanderführerinnen und Wanderführern für die Vorbereitung und Durchführung der beiden Touren.

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Wolfgang Eisenhauer,
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