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Stadt- und Kirchenführung am Dreikönigstag, 06.01.2019

veröffentlicht um 07.01.2019, 08:14 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 07.01.2019, 08:17 ]

Die Stadt Walldürn begeht im neu angefangenen Jahr ihr Stadtjubiläum mit der bemerkenswerten Zahl 1225. Aus diesem Anlass bot der Odenwaldklub Walldürn seinen Mitgliedern und Gästen eine sach- und fachgerechte und begeisternde Führung durch die Kernstadt und in der Wallfahrtsbasilika an, deren Präsentation durch die  Wander – und Stadtführerin Brunhilde Marquardt für alle Teilnehmer ein eindrucksvolles Erlebnis war.

 Der Weg führte über die Kolpingstraße zum Traboldsgässchen, zu den „Brennhäusern“ und zum Riesen. Die Schilderung der 4 Stadttore mit dem historischen Hintergrund, belegt mit Jahreszahlen und Begebenheiten, ließ  die Mitwanderer aufhorchen.

Das Rathaus mit der früher offenen Markthalle im Untergeschoss  war der nächste markante Punkt; dort fand  seit dem  14. Jahrhundert zweimal im Jahr ein Markt statt. Die einzelnen Bauwerke in der Hauptstraße fanden ihre Würdigung.  Einzelheiten über die Gewerbetreibenden in vergangener Zeit  erfuhren die Teilnehmer: in der Hochzeit der Wallfahrtsgeschichte gab es in Walldürn 47 Schuster und  29 Hutmacher. Zwischen Hauptstraße und dem Marsbach, im „Kleinfrankreich“, waren die Handwerker in meist beengten Verhältnissen mit ihren Familien untergebracht. Während der Wallfahrtssaison im Jahr 1785 waren 257 Verkaufsstände um die Basilika und in der Hauptstraße errichtet. Am „Goigerleshof"  berichtete die Stadtführerin, dass es 78 Gastwirtschaften und –schenken gab. Der Miltenberger Torplatz mit der markanten Skulptur und dem Reilschen Haus machte den Rundgang durch die Altstadt perfekt.

Der Stadtführung schloss sich ein Rundgang mit Erläuterungen durch die Wallfahrtsbasilika an, welche seit über 50 Jahren den Titel „basilica minor“ trägt, eine Auszeichnung, die im Bereich der Oberrheinischen Kirchenprovinz nur noch dem Konstanzer Münster zukommt. In 30jähriger Bauzeit entstand im 18. Jahrhundert aus der kleinen Kirche und dem Nordturm, wo sich der Blutaltar befand, die prächtige Wallfahrtsbasilika in ihrer jetzigen Schönheit.

An der prachtvoll gestalteten Weihnachtskrippe erbat Diakon Friedhelm Bundschuh der Wanderschar den Segen für alle Unternehmungen im neuen Jahr. Die Wanderführerin und Vereinsvorsitzende Agnes Sans  bedankte sich bei Frau Marquardt auf das Herzlichste.

 

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