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OWK wanderte am 30.09.2018 in der Südpfalz, der deutschen Toskana

veröffentlicht um 01.10.2018, 01:31 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 02.10.2018, 06:37 ]










Die Südpfalz mit ihren Burgen und Schlössern, eine Landschaft mit ländlichem Charme und mediterranem Klima, die Weingärten vom Pfälzerwald umrahmt, sie gilt als ein kleines Stück Paradies, als die "deutsche Toskana" und als wunderbare Wanderregion.

Hier, mitten im Rebenmeer, in der Umgebung von Edenkoben, das als Garten Eden gilt, wanderte der OWK bei herrlichem Herbstwetter. Drei Wanderungen boten für jeden das Richtige.

Die sportlich anspruchsvolle Tour mit einer Streckenlänge von 18 Kilometern und Höhenunterschieden von ca. 680 Metern wurde von Wolfgang Eisenhauer und Karl-Friedrich Berberich geführt.

Man startete in Rhodt bei Edenkoben, flanierte zunächst durch die denkmalgeschützte Theresienstraße und wanderte dann über den Pfälzer Mandelpfad und Pfälzer Weinsteig aufwärts zur Villa Ludwigshöhe. Hier bot sich den Wanderern ein gigantischer Ausblick über die Weinberge bis in die Rheinebene und die Schwarzwaldhöhen. Danach stiegen die sportlich Ambitionierten steil zur Rietburg hoch. Nach einer kurzen Rast mit Stärkung ging der Weg weiter aufwärts zum Ludwigsturm.

Dieser wurde 1889 vom Verschönerungsverein Edenkoben erbaut, er ist 15 Meter hoch und nach dem bayrischen König Ludwig I. benannt. Von hier aus konnte man auf die Burg Trifels und das Hambacher Schloss, der Wiege der deutschen Demokratie, sehen.

Am Kohlplatz, einem ehemaligen Kohlenmeier-Standort als nächste Station, erinnert ein Ritterstein an historische Ereignisse. Von hier aus ging es zum Aussichtsturm auf dem Steigerkopf, dem Schänzelturm. Er entstand nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg.

Der Weg führte weiter auf einen 573,8 Meter hohen Gebirgssattel zwischen dem Morschenberg (608,3 Meter) im Nordosten und dem Steigerkopf (613,6 Meter) im Südwesten. Dieser Fleck nennt sich Loslosruhe.

Über die Himmelssteige gelangte man zum Edenkobener Hüttenbrunnen und stärkte sich dort in der Pfälzer Hütte.

 

Eine weitere Gruppe mit den Wanderführerinnen Marita Eisenhauer, Edeltraud Berberich und Brunhilde Marquardt erwanderte elf Kilometer mit Höhenunterschieden von 390 Metern.

Der Weg führte zunächst von dem bekannten Winzerort Rhodt - der auch als Schatzkästlein der Pfalz gilt - zur Villa Ludwigshöhe, der ehemaligen Sommerresidenz des Königs Ludwig I. von Bayern. Über den Weinbergen gelegen, inmitten von Feigen-, Mandel- und Esskastanienbäumen, genoss man von hier aus schon mal eine grandiose Aussicht. Man konnte gut die Aussage des bayrischen Königs nachvollziehen: "Er blicke hier auf den schönsten Garten der Welt".

Über einen Zickzackweg stieg man - manche wählten die Fahrt mit dem Sessellift - immer der Markierung roter Punkt folgend, kurz, doch steil hoch zur Rietburg. Diese ehemalige Raubritterburg steht als eine der höchst gelegenen Burgruinen der Pfalz 550 Meter hoch auf einer Felsnase des Blätterbergs. Von ihr sind noch Schildmauer, Teile der Ringmauer und des Zwingers erhalten. Hier legte man in der Burgschenke eine Pause ein und genoss dabei wieder den spektakulären Fernblick in die Rheinhessische Tiefebene, in den Schwarzwald und in unsere Heimat, den Odenwald.

Danach folgte ein gleichmäßiger Abstieg auf einem wunderschönen schattigen Waldpfad. Hier war der Wegrand gesäumt von einer Erika- und- Heidelbeerstrauch-Szenerie, ein Kontrast zur Weinlandschaft am Wanderwegbeginn. Bald erreichte man den Edenkobener Hüttenbrunnen. In der bewirtschafteten Hütte wurden die Wanderer mit deftigen Pfälzer Spezialitäten und selbstgebackenen Kuchen überrascht.

 

Die dritte Gruppe wurde von Ursula Mechler begleitet. Sie erwanderte auf einer kulturellen und genussvollen Tour vier Kilometer mit 108 bis 230 Höhenmetern. Man startete an der Villa Ludwigshöhe mit einer Sesselliftfahrt hoch zur Rietburg. Auf deren Aussichtsterrasse legte man eine Rast ein mit phänomenalem Panoramablick, bevor es wieder mit der Rietburgbahn talwärts ging.

Zunächst wanderte man über den Theresienweg, dann weiter talwärts, vorbei an Portugieser-, Gewürztraminer-, Riesling-, Silvaner- und Morio Muskat- Weingärten und erreichte das Winzerdorf Rhodt.

Dort flanierte man durch die Theresienstraße mit ihren farbenprächtigen Häusern und romantischen Winzerhöfen. Zu Recht wird sie als Prunkstück der pfälzischen Weindörfer gerühmt.

Den letzten Wanderabschnitt vom Edenkobener Hüttenbrunnen über den idyllischen Elfbrückenweg entlang des Triefenbachs im Edenkobener Tal am Hilschweiher vorbei bis zur Siegfriedschmiede bewältigten alle drei Gruppen gemeinsam.

In der historischen Waldgaststätte Siegfriedschmiede, die bis 1942 als Wappenschmiede betrieben wurde, kehrte man abschließend ein und ließ sich mit Pfälzer Spezialitäten und einem guten Schoppen verwöhnen. Bevor ein Bus und einige Privat-PKWs die 69 Wanderfreunde nach Hause brachte, dankte die OWK-Vorsitzende Agnes Sans den Wanderführerinnen und Wanderführern.

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Wolfgang Eisenhauer,
02.10.2018, 06:38
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