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OWK wanderte auf dem Winterhauch am 31.07.2016

veröffentlicht um 31.07.2016, 12:16 von Wolfgang Eisenhauer








Am vergangenen Sonntag wanderte der OWK Walldürn zusammen mit dem OWK Waldbrunn auf dem Winterhauch. Der Weg der am Vormittag in Mülben unter der Leitung von Alfred Czech und Wolfgang Eisenhauer startenden Gruppe führte zunächst zum Steinernen Tisch, der seit 1810 Wanderer zum Rasten einlädt, und dann weiter zum Felsenhaus. Diese Steingruppe diente um 1810/1811 der Hölzerlipsbande und deren Familien als Unterschlupf sowie als Ausgangspunkt ihrer Raubzüge. Nach der Besichtigung der Ruine wanderte man nach Unterferdinandsdorf. Die letzten Bewohner verließen diesen Ort vor gut 100 Jahren, da auf Grund der kargen Bodenverhältnisse ein Auskommen auf Dauer nicht möglich war. Der Ort war so arm, dass er im Volksmund „Bettelmanns Umkehr“ genannt wurde, da kein Bettler dort Almosen erwarten konnte. Weiter ging es zum Reisenbacher Grund, der bis 1977 ein Kuriosum war. Die 10 Häuser dieses Ortes gehörten den drei Gemeinden Mülben, Eberbach und Reisenbach an und damit auch den drei Landkreisen Mosbach, Heidelberg und Buchen. Heute gehört der Ort zur Gemeinde Mudau. Nach einer Rast im Landgasthof „Zum Grund“ stieg die Gruppe zur Max-Wilhelmshöhe auf, einem im Jahr 1850 errichteten Jagdschloss. Auf gut ausgebauten Wanderwegen vorbei am 584 m hohen, bewaldeten Berg Markgrafenwald führte der Weg zum Mülbener See und dann zurück zum Ausgangspunkt.

Unter der Leitung von Helgard König startete am Nachmittag eine zweite Gruppe. Nach der Besichtigung des landwirtschaftlichen Dorfmuseums in Mülben wanderte man zum MülbenerSee, ein kleinen Stausee, der von zahlreichen kleinen Quellen auf der Buntsandsteinhochfläche gespeist und im Volksmund Seerosenteich genannt wird. Weiter ging es  vorbei am Markgrafenwald in Richtung der Wildschweinfütterung und über das Luisensträßchen zurück nach Mülben.

Beide Gruppen trafen sich zeitgleich im Gasthaus „Zum Engel“ in Mülben zum gemeinsamen Abschluss. Die insgesamt 45 Teilnehmer legten bei ihrer Wanderung 15 km bzw. 7 km zurück.


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