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Dreikönigswanderung des OWK am 06.01.2016

veröffentlicht um 07.01.2016, 03:27 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 11.01.2016, 01:39 ]








OWK wanderte zu Walldürner Kapellen

In diesem Jahr stand die traditionelle Dreikönigswanderung ganz unter dem Thema: "Walldürner Kapellen". Agnes Sans durfte 50 Wanderfreunde bei mildem Winterwetter begrüßen. Erste Station war die "Gaukelskapelle mit Brunnen" an der Ecke Schachleiterstraße/Hornbacherstraße. Das "Gaukelschreiners-Kapellele", wie das Heiligtum zu Ehren der Mutter Gottes in Walldürn liebevoll genannt wird, wurde von der Familie Johann Valentin Gaukel errichtet aus Dankbarkeit, weil deren Angehörige von der Choleraseuche verschont geblieben sind, die 1866 in Walldürn wütete. Das Wasser des Brunnens nahe am Kapellchen war damals nicht verunreinigt worden.

Nächster Halt war die Lourdes-Grotte auf dem Wallfahrtsplatz, deren Existenz seit 1890 der Walldürner Lebkuchenhändlerin Barbara Hilbert zu verdanken ist. Zunächst stand diese Grotte auf dem Weg entlang des Kinderspielplatzes am heutigen Kindergarten St. Georg. Im Zuge der Verlegung des Friedhofs 1948 an den Rand der Stadt und der Anlage des neuen Wallfahrtsplatzes errichtete man die neue, etwas kleiner gestaltete Grotte mit den Figuren der Mutter Gottes und der Heiligen Bernadette in eine mit Buntsandstein gemauerten Kapelle am Rand des Wallfahrtsplatzes. Hier erhielten die Wanderfreunde von Diakon Friedhelm Bundschuh den Dreikönigssegen und man sang das Lied: "Segne, du Maria", bevor es zur nächsten Kapelle, der Friedenskapelle in der Würzburger Straße ging.

Dieses Kirchlein wurde 1919 von dem Ehrenbürger der Stadt Walldürn, Oscar Stalf, aus Dankbarkeit gestiftet, weil er und seine Brüder unversehrt aus dem Ersten Weltkrieg zurück gekehrt sind. Bis in die 70er Jahre wurde bei der Walldürner Bittprozession an dieser Kapelle innegehalten und der Wettersegen erteilt. Heute ist hier Beginn und erste Station der alljährlichen Radwallfahrt im September. Nachdem Agnes Sans die Wanderfreunde zu einem "Dreikönigstrunk" aus eigener Herstellung und Gebäck einlud, ging man zur letzten Station, zur Laurentius-Kapelle in der Boschstraße.

Diese Kapelle wurde 1726 von Anna Maria Kuhn errichtet. Die Familie Kuhn gehörte dem Schreinerhandwerk an, daher wurde sie früher auch "Schreinerskapelle" genannt. Heute legen Pilger gerne am Ende ihres Prozessionsweges zum Hl Blut hier an diesem Kirchlein nochmal eine Rast ein.

Bevor die Wandergruppe sich auf den Heimweg machte, dankte Agnes Sans Brunhilde Marquardt für die informativen Erläuterungen zu den einzelnen Walldürner Kapellen während der "Kapellenwanderung".

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