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OWK wanderte im Lieblichen Taubertal - Führung durch die Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei am 30.08.2015

veröffentlicht um 02.09.2015, 04:45 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 11.09.2015, 06:48 ]

Der OWK erkundete am vergangenen Sonntag während einer Rundwanderung durch das "Liebliche Taubertal", eine malerische Landschaft mit sonnigen Weinbergen in einem romantischen Flusstal mit verborgenen Schönheiten.

Einige eifrige Wanderer sind schon am frühen Morgen aufgebrochen, um von Walldürn nach Bronnbach bzw. von Külsheim-Steinbach zum Kloster Bronnbach zu wandern. Dort durften die Wanderführer Wolfgang Eisenhauer und Brunhilde Marquardt 43 Wanderfreunde begrüßen. Nach einem Rundgang durch die Klosteranlage der ehemaligen Zisterzienserabtei, die über 650 Jahre lang religiöser und kultureller Mittelpunkt des mittleren und unteren Taubergebietes war, ging es bergauf. An einem etwas selten anmutenden Bachlauf entlang, einem Naturdenkmal der früher ein wichtiger Bestandteil der ehemaligen Wasserver- und -entsorgung des Klosters war, führte der Weg an der Konrads-Kapelle vorbei zum Schafhof, der Urzelle des Zisterzienserklosters Bronnbach. Auf diesem Teilstück öffnete sich der Blick zu den Weinbergen "Bronnbacher Kemelrain" mit einer Rebfläche von 2,3 Hektar und "Reicholzheimer First" mit 19 Hektar Rebfläche. Beide Weinberge sind sogenannte Zeugenberge. Den Zisterziensermönchen, die auch als „Gärtner Gottes“ bezeichnet werden, verdankt das Taubertal die Förderung des Weinbaus, der sich von Bronnbach ausbreitete.

Auf dem weiteren Weg durch die Weinberge konnten die Wanderer das für den Weinbau vorherrschende Rebgestein Muschelkalk erkennen, der hier in den Buntsandstein übergeht. Als Lohn für den vorherigen Anstieg bei hochsommerlichen Temperaturen gab es einen herrlichen Ausblick ins Taubertal.

Danach führte der Weg hinab Richtung Reicholzheim zu einem alten Kreuzweg mit den "Vierzehn Kreuzen ", dem größten Steinkreuznest in Süddeutschland, von dem die Sage viel zu erzählen weiß. Von dort gelangte man zum letzten Terrassenweinberg im gesamten Taubertal, dem "Reicholzheimer Satzenberg". Wegen seiner Steillage muss die 8 Hektar große Rebfläche in hundertprozentiger Handarbeit gemeistert werden. Schon vom Wanderweg aus genoss man wieder einen grandiosen Überblick über die sonnigen Weinberge und das romantische Tal der Tauber, in dem die beeindruckende Bronnbacher Klosteranlage liegt, die vom Satzenberg aus über einen weiteren Weinberg, dem "Bronnbacher Josephsberg", nach kurzer Wegstrecke wieder erreicht wurde.

Im Gasthaus "Zur Rose" in Külsheim-Steinbach kehrte man ein und ließ einen anstrengenden Wandertag ausklingen.

Am 13.September besteht für die OWK-Wanderfreunde die Möglichkeit an der Wallfahrt nach Schneeberg oder am Bezirkswandertag in Miltenberg teilzunehmen.

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