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2014


Das Waldprojekt in Hardheim am 26.10.2014

veröffentlicht um 09.11.2014, 06:24 von Michael Conrad   [ aktualisiert: 09.11.2014, 06:29 ]

Der Odenwaldklub–Ortsgruppe-Walldürn führte mit der Ortsgruppe Hardheim am vergangenen Sonntag eine Gemeinschaftswanderung durch. Vom Treffpunkt Turnhalle in Walldürn ging es in Fahrgemeinschaften zum Schlossplatz Hardheim. Dort war die Begrüßung der zahlreichen Wanderfreunde durch die Wanderführer Dörr (Hardheim) und Müssig (Walldürn). Die Vorsitzenden von den beiden Ortsgruppen Frau Sans und Herr Zegewitz dankten den vielen Wanderfreunden und den Wanderführern für ihren Einsatz. Die Wanderung führte zum Wald-Parkplatz am Hohnert vorbei an schönen Aussichtsmöglichkeiten ins Erftal. An der Wolfsgrubenhütte war kurze Rast. Danach erfolgt die Besichtigung des Kunstpfades „Um-Wege“. Hierzu gab es persönlich von Herrn Werner Blaschke, der viel zur Schaffung des Kunstpfades beigetragen hat, interessante Erläuterungen. Die Wanderführer dankten Herrn Blaschke für die gelungene Beschreibungen der Kunstobjekte aus der Sichtweise der Hersteller mit viel Hintergrundwissen.

Die Wanderstrecke betrug ca. 10 km und war gut begehbar. Der Ausklang der Wanderung war dann im „Badischen Hof“. Man war sich sofort einig weitere Gemeinschaftswanderungen folgen zu lassen.

Wanderung mit OWK Hardheim - Thema: "Hardheimer Waldprojekt"

Wandern zwischen den Reben am 12.10.2014

veröffentlicht um 20.10.2014, 10:12 von Michael Conrad

Im Grünen wandern und "den Roten" genießen - nach diesem Motto wanderte der OWK auf dem in Deutschland einzigartigen Fränkischen Rotwein Wanderweg in einer schmeichelnd schönen Flusslandschaft mit den charmant anmutenden Rebhängen Churfrankens.

Der Fränkische Rotwein Wanderweg erstreckt sich insgesamt 75 Kilometer lang von Großwallstadt über die Weinstädte Erlenbach und Klingenberg am Main, sowie Miltenberg bis zur Winzergemeinde Bürgstadt. Eine Etappe der gemütlichen, mainbegleiteten Wander-Erlebnisstrecke von 16 Kilometer eroberte eine Gruppe des OWKs mit 12 Teilnehmern. Sie wurde von Wolfgang Eisenhauer geführt.

Diese wanderte ausgehend vom Bahnhof in Miltenberg bis Großheubach, von hier aus über den Steigeweg auf den Weinberg der Staatlichen Hofkellerei Würzburgs. Diese Lage ist ca. 4 ha groß und ausschließlich mit Rotweinreben bepflanzt. Auf diesem schönen Panoramaweg genoss man immer wieder den Blick auf den Odenwald, den Spessart und das Kloster Engelberg. Man passierte die Danielshöhe und stieg steil bergauf in einen lichten Kiefernwald. Danach ging es durch die Weinberganlage Restberg, dann ein Stück bergab, man folgte dem Weg zu einem Gebäude der Stadtwerke Klingenberg, überquerte den Röllbach und gelangte zur Kreuzkapelle. Bergauf erreichte man Röllfeld, ging durch sonnenbeschiene Weinberge, bestieg den Turm oberhalb von Klingenberg und stieg schließlich in diesen malerischen den Weinort hinab.

Die kürzere Wanderung mit 8 Kilometer Streckenverlauf und 22 Teilnehmern leitete Werner Weigand. Ab Klingenberg-Trennfurt wanderte man zunächst entlang des Radweges nach Wörth a.M. und gelangte von dort über die Fußgängerbrücke nach Erlenbach. Über den Dächern von Erlenbach erreichte die Gruppe auf dem Rotweinwanderweg den offenen Pavillon am Hohen Berge, ein Kunstwerk, das die Bevölkerung liebevoll "Justin Tempel" nennt. Hier hielt man Mittagsrast. Marliese Heffner erfreute ihre Wanderfreunde mit einem Gedicht von Eugen Roth: "Ein Mensch bereits den Jahren nah." Der Weg führte weiter durch die Weinberge, am Hohbergskreuz vorbei und bei sonnigem Herbstwetter genoss man den Panoramablick auf den Main, in den Odenwald und ins Mömmlinger Tal. Über die Clingenburg erreichte man Klingenberg.

Beide Gruppen, unter ihnen viele Gäste, trafen sich zur gemeinsamen Einkehr im Gutsausschank in Klingenberg. Hier ließen die bewegungsbegeisterten Wanderer bei einem guten Vesper und fränkischen Schoppen den Nachmittag ausklingen. Bevor der Zug die Wanderer wieder nach Walldürn zurück brachte, rezitierte Brunhilde Marquardt passend zum Thema der Wanderung das Gedicht "Die Rotweinmaus" von Helmut Metzger.

Auf dem Wachtturmweg bei Hesselbach 28. 9. 2014

veröffentlicht um 30.09.2014, 00:27 von Werner Weigand

Bei herrlichem Herbstwetter trafen sich 40 gutgelaunte Wanderer am Ortsrand von Hesselbach und wanderten auf einem Rundweg vom ca. 11 km durch den herbstlichen Odenwald. Erster kurzer Stop war eine Wegekreuzung mit neuen Hinweisschildern. Diese Schilder weisen auf die nächsten Ortschaften hin mit km Angabe, auf Gaststätten sowie Bahn- und Busverbindungen. Wanderführer Alfred Czech bedauerte, dass diese Schilder bei uns im Badischen Odenwald zwar schon lange angekündigt werden aber immer noch nicht vorhanden sind. Nächstes Etappenziel war das Dreiländereck. Der Drei-Länder-Stein markiert die zusammentreffenden Grenzen der Bundesländer Hessen, Bayern und Baden-Württemberg.

Er ist ein dreieckiger 1,2 m hoher Stein und kennzeichnet seit 1837 den Grenzpunkt. Die Buchstaben auf dem Stein stehen für das Großherzogtum Hessen (GH), Großherzogtum Baden (GB) und Königreich Bayern (KB). Am Hesselbacher Tor, das ehemals auch Zollstation war, betraten wir einen Wildpark. Fürst Carl Friedrich zu Leiningen errichtete 1803 von seinen Entschädigungen für den Verlust seiner Besitzungen in der Pfalz in diesem Gebiet des Odenwaldes einen Wildpark und ein Jagdhaus. In Anlehnung an seine verlorenen Besitztümer nannte er es Waldleiningen. Am Breitenbach trafen wir auf einen großen naturbelassenen Stein auf dem das Mainzer Rad, ein Bischofsstab und mehrere Kreuze eingraviert sind. Nächstes Ziel waren die „Drei Seen“ von denen nur noch zwei erhalten sind. Ein absolut stiller idyllischer Ort. Von da ab führte der Weg wieder zurück nach Hesselbach.

Am Römischen Wachposten 10/30 des Odenwaldlimes konnten noch die restaurierten Grundmauern der Wachtürme und die erstellten Palisaden besichtigt werden. Im Gasthaus zum „Grünen Baum“ bedankte sich die OWK-Vorsitzende Agnes Sans bei allen Teilnehmern und dem Wanderführer Alfred für den schönen Nachmittag.

 


Von oben und von unten nass!!! am 31. 8. 2014

veröffentlicht um 08.09.2014, 06:41 von Werner Weigand

Jagststeig  

Walldürn: Am Sonntag, 31. August fuhren 44 Wanderfreunde des OWK dem Regenwetter trotzend mit dem Bus nach Crailsheim.

Ziel der Wanderer war die Jagst, ein Mittelgebirgsfluss im Norden Baden-Württemberg. Das Tal der Jagst, das insbesondere am Mittellauf einen ausgesprochenen ländlichen Charakter hat, und weitgehend als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist,  gilt als landschaftlich reizvoll. Die Vielfalt an Pflanzen, Tieren und Biotopyen verleihen dem Mittellauf der Jagst und ihrem Tal aus  naturschutzfachlicher  Sicht erhöhte Bedeutung.

Durch den lang anhaltenden starken Regen an diesem Tag veränderte sich die Jagst innerhalb kurzer Zeit in einen kraftvollen schnell strömenden Fluss, der den Zauber der romantischen, wilden  Landschaft vertiefte.

Die 1.Wandergruppe mit Wanderführer Lothar Wohlfahrth und Günter Schmitt begann ihre 

Wanderung in Crailsheim mit der 2.Etappe des Jagststeiges von Crailsheim mit dem Abstieg  zur Jagst und ersten Mühle ,zur Heldenmühle dann wieder aufwärts über den Auhof die Teufelsklinge abwärts wieder der Jagst folgen zur Weidenhauser Mühle, wegen der Verengung des Tales führte der Wanderweg von der Jagst weg auf die rechte Hochebene nach Burleswagen an die Jagst zurück an Neidenfels vorbei bei erheblichen Hochwasser an der Jagst entlang zur ehemaligen Gasmühle und Heinzenmühle wanderte die Gruppe wieder aufwärts über Bölgental nach Mistlau zur Jagst.Nach einer kurzen Einkehr ging die Wanderung an der Jagst entlang über den Ockenauer Steg bei Dauerregen und 18.Km Wegstrecke nach Kirchberg/Jagst.                                            

Die 2.Wandergruppe mit Wanderführer Peter Gehrig fuhr mit dem Bus zur Hammerschmiede bei Grönigen und begann ihre Wanderung der Gronach abwärts an der Jagst entlang und aufwärts nach Bölgental hoch über dem Jagsttal führte der Wanderweg abwärts nach Mistlau  an der Jagst entlang wanderte die Gruppe über den Ockenauer Steg eine Alte Holzbrücke nach Kirchberg. Die Wegstrecke betrug 12.Km.     

      Die 3. Gruppe mit Wanderführer Heinz Laukenmann begann  ihre Wanderung an der Hammerschmiede, die im Jahr 1804 erbaut wurde. Sie ist eine Außenstelle des Freilandmuseum Wackershofen. Das nächste Ziel war die evang. Nikolauskirche in Mistlau ,die auf dem Gelände einer ehemaligen Klosteranlage steht Sie wurde 1282 von Elisabeth von Lobenhausen  gegründet. Die in dem Chorraum alte, gut erkennbare Fresken  zeigen das Leben von Jesus. Trotz dem Regen ging es nun der immer stärker werden Jagst weiter über den Ockersteinsteg nach Kircherg. Bei einem Rundweg durch die Schlossanlage hatten die Wanderer eine gute Sicht auf die Burg Hornberg und die Villa Schöneck.                                              

Nach dem Eintreffen aller drei Wandergruppen ging die Fahrt mit dem Omnibus zum verdienten Abendessen und Ausklang in die Brauereigaststätte nach Herbsthausen.

 Die Vorsitzende Agnes Sans betonte bei Ihrem Dank an die Wanderführer, dass heute bestimmt kein einziger Wanderfreund allein diese Wanderung angetreten hätte, doch die Gemeinsamkeit miteinander zu wandern gab die Kraft und die Freude diesen besonderen  Wandertag zu erleben. 


Fahrt nach Seligenstadt am 19. August 2014

veröffentlicht um 20.08.2014, 22:11 von Werner Weigand





Nachtwanderung im Walldürner Forst

veröffentlicht um 20.08.2014, 00:52 von Werner Weigand

Am Samstag, den 16 August, trafen sich 17 Wanderfreunde zur zweiten Abend- und Nachtwanderung zur Linkenmühle im Eiderbachtal. Wanderführer Karlfriedrich Berberich begrüsste die Wanderfreunde, die sich trotz eines kräftigen Regengusses, der eine Viertelstunde vor Beginn einsetzte, nicht abhalten ließen, an der Wanderung teilzunehmen. Sie wurden aber belohnt, denn der starker Wind sorge auch gleich wieder für besseres Wetter, so dass die Sonne nun der Wegbegleiter war. Die Tour führte entlang der alten Amorbacher Strasse, wo nach 4,5km über Wald- und Forstwege der direkte Weg zur Linkenmühle abzweigte. Dabei  konnte der Wanderführer der Gruppe Pfifferlinge am Wege und Wald zeigen, die in diesem Jahr in Fülle zu finden sind. Die Plätze in der Gaststätte  waren reserviert und bei einsetzender Dunkelheit machte man sich nach einem sehr guten Abenessen auf den Heimweg. Ausgerüstet mit Taschenlampen ging es bei völliger Dunkelheit entlang des Eiderbach zum Hainstadterbrücklein. Am Mordplatz erzählte  Wolfgang Eisenhauer, was  sich in jener Nacht vor ca. 100 Jahren hier abspielte. Auch konnte der nun wieder einsetzende starke Regen der Stimmung keinen Abbruch tun. Nach insgesamt 16,5 km war man wieder am Startpatz angelangt und der Wunsch wurde geäußert in diesem Jahr, noch eine zusätzliche Nachtwanderung einzuschieben, wenn möglich bei Vollmond und klarem Himmel.

Auf den Spuren Tilman Riemenschneiders und Balthasar Neumann

veröffentlicht um 04.08.2014, 04:10 von Werner Weigand

Walldürn. Auf den Spuren Tilmann Riemenschneiders und Balthasar Neumanns in Würzburg, so lautete das Thema eines Wanderangebots des OWK.

Eine Gruppe erwanderte unter der Führung von Wolfgang Eisenhauer zwölf Kilometer, ausgehend vom Guttenberger Forst über das hintere Steinbachtal durch die Anna-Schlucht. Die ehemals zugewachsene und unbegehbare Wildschlucht zum Nikolausberg hinauf wurde vom damaligen Verschönerungsverein Würzburg zu einem steil emporsteigenden wildromantischen Weg mit Treppenpartien und kleinen Brücken ausgebaut. Seit 1941 ist die Anna-Schlucht als Naturdenkmal ausgewiesen, da sie über ökologische, landschaftsgeschichtliche und geologische Besonderheiten sowie über eine artenreichen Tier- und Pflanzenwelt verfügt. Die Schlucht ist über 500 m lang, der Weg überwindet etwa 150 Höhenmeter und endet am oberen Steinbachweg. Kurz darauf gelangte man zu den Grünanlagen der Frankenwarte, die seit 1894 auf dem höchsten Punkt des Nikolausbergs errichtet ist. Vom dortigen Aussichtsturm genoss man eine weite Sicht über Würzburg und hielt Rast im Biergarten der "Hacienda mexicana". Danach besuchte man die nahe gelegene Wallfahrtskirche Käppele, Balthasar Neumanns letzter Bau in Würzburg, bevor man über die Kreuzwegstationen abwärts, dem alten Mainviertel entlang, danach über die Alte Mainbrücke in die Stadt ging, um dort einige Kunstwerke von Riemenschneider und Neumann anzusehen.

Eine weitere Gruppe, die von Brunhilde Marquardt geleitet wurde, besichtigte zunächst die Festung Marienberg, die als weithin sichtbares Wahrzeichen der Stadt Würzburg gilt und mit dem Scherenbergtor, der Marienkirche, dem Bergfried, dem 100 Meter tiefen Brunnen, dem Riemenschneiderverlies und dem Wehrgang zugleich Zeugnis einer mehr als 1000-jährigen Geschichte ist. Vom Fürstengarten genoss man den grandiosen Blick über die Stadt. Danach stieg man den Marienberg abwärts, ging am Mainviertel entlang und besuchte die historische St. Burkhard-Kirche, die dem ersten Bischof Würzburgs geweiht ist und einige Werke aus der Riemenschneiderwerkstatt zeigt. Man stieg den platanenbeschatteten Kreuzweg mit den Stationen hinauf zum Käppele, einem zierlichen Pendant zur trotzigen Festung auf dem Marienberg. Dieses fromme Ensemble, ein Spätwerk von Balthasar Neumann zeigt eine barocke Innenausstattung. Die Aussicht von oben erstreckte sich auf den Main, die langgestreckte Festungsanlage und die Stadt Würzburg mit ihren vielen Kirchtürmen. Nach einer Pause ging es den Nikolausberg abwärts, über die Alte Mainbrücke mit ihren monumentalen Heiligenfiguren in die Stadt. Manche Wanderer folgten der mittlerweilen großen Attraktion und nahmen bei herrlichem Blick auf eine malerische Kulisse einen Brückenschoppen zu sich.

Man besichtigte die Marienkapelle, für die Riemenschneider am Marktportal das Paar Adam und Eva geschaffen hat, ebenso das gehauene Epitaph für den auf einer Morgenlandfahrt verstorbenen Ritter und Hofmeister Konrad von Schaumberg. Im Kiliansdom, der sich als Würzburger Bischofskirche und viertgrößte deutsche romanische Kathedrale unter die großen rheinischen Kaiserdome einreiht, bestaunte man die von Tilman Riemenschneider aus Salzburger rotem Marmor gehauenen Grabmale Rudolf von Scherenberg und Lorenz von Bibra sowie die von Balthasar Neumanns Schönbornkapelle, letztlich auch Riemenschneiders jugendliche Madonna im Neumünster.

Pünktlich zum Glockenspiel um 17:00 Uhr trafen sich beide Wandergruppen mit insgesamt 48 Teilnehmern im Bürgerspital, der Wiege des Bocksbeutels. In gemütlicher Atmosphäre ließ man sich dort im romantischen Innenhof eine fränkische Brotzeit und einen guten bürgerspitälischen Schoppen schmecken und plauderte über die vielen Eindrücke der Stadt Würzburg und deren Kunstwerke von Tilmann Riemenschneider und Balthasar Neumann.

Wandertage im Pinzgau

veröffentlicht um 27.07.2014, 01:46 von Werner Weigand   [ aktualisiert: 27.07.2014, 01:50 ]



Almenwanderung des Odenwaldklub Walldürn im Pinzgau

Fünf erlebnisreiche Tage verbrachten 17 Teilnehmer der Ortsgruppe Walldürn in Wald am Gerlospass. Die Anfahrt erfolgte mit zwei Kleinbussen über München, Kufstein, Kitzbühl und den Pass Thurn in den Pinzgau nach Wald. Kaum war man auf dem Finkenhof angekommen, stand eine kleine Abendwanderung auf dem Programm.

Tags darauf waren die Krimmler Wasserfälle das Ziel. Die Gischt, die der Wind auf den steilen Anstieg trieb, kühlte die aufgewärmten Bergkameraden etwas ab. Die Gruppe erlebte ein gewaltiges Naturschauspiel. Laut jüngsten Forschungen sollen die Wasserfälle eine heilende Wirkung auf den Menschen haben. Nach dem Aufstieg an den größten Wasserfällen Europas genossen die Wanderer die beeindruckende Bergwelt des Krimmler Achentals. Ziel war das urige Tauernhaus, wo man eine zünftige Brotzeit genoss.

Am nächsten Tag wurden die Fahrzeuge auf dem Schütthof geparkt. Die Gruppe musste von hier aus einen schweißtreibenden Aufstieg entlang des romantischen Sulzbachfalles in das Untersulzbachtal bewältigen. Nach 3 ½  stündiger Wanderung erreichte man das Ziel: die auf 1380m Höhe gelegene Finkalm. Nach einer zünftigen Bretteljause ließ es sich der Hüttenwirt Sepp nicht nehmen, die sangesfreudige Wandergruppe auf dem Akkordeon zu begleiten. Der Abstieg erfolge über die Stockeralm, dem Schaubergwerk und der anderen Seite des Wassserfalls zurück zum Parkplatz. Am Abend wurden in ausgelassener Stimmung Berg- und Wanderlieder gesungen.

Der 4. Tag führte die Wanderfreunde über die Gerlos-Mautstraße in das Bergdorf Königsleiten. Das Ziel war diesmal die 2315 m hoch gelegene Königsleitenspitze. Als Aufstiegshilfe wurde die dortige Bergbahn genommen. Zu Fuß ging es dann weiter zum Gipfelkreuz, wo alle einen herrlichen 2-Täler-Blick genießen konnten. Der Rückweg führte über die Larmachalm, in der man einkehrte. Gestärkt ging die Wanderung zurück nach Königsleiten. Da es die Zeit noch zuließ, wanderten noch einige Teilnehmer durch das Wildgerlostal zur Trisslalm. Es war wieder ein erlebnisreicher Tag im Nationalpark Hohe Tauern. Der Abend klang in gemütlicher Runde bei alten Schlagern auf dem Finkenhof aus.

Am Freitag hieß es Abschied nehmen von der liebgewonnenen Bergwelt am Großvenediger. Die Vorsitzende des Odenwaldklub Walldürn, Agnes Sans, dankte Wanderführer Alfred Günther für die gute Organisation und Führung dieser Almenwanderungen. Die Fahrer der Kleinbusse brachten die Wandergruppe wieder sicher nach Walldürn zurück.

Fahrt mit dem "roten Brummer"

veröffentlicht um 14.07.2014, 01:32 von Werner Weigand   [ aktualisiert: 14.07.2014, 01:44 ]

  Der OWK Walldürn startete am Sonntag mit 18  Wanderfreunden zur angekündigten Wandertour ins Kraichgauer Hügelland nach Neckarbischofsheim. Dort traf man sich mit der ansässigen Ortsgruppe, die vor der Bezirksänderung des Gesamtodenwaldklubs zu unserem Bezirk gehörte. Während die Anfahrt unter starken Regenschauern stattfand, öffnete sich pünktlich am Ziel der Himmel und es schien die Sonne. Werner Schütz, der dortige  Wanderwart, und Werner Braun, der Vorsitzende der Ortsgruppe, zeigten uns auf dem Weg zum Bahnhof Nord , ihre Stadt. Die Fahrt mit dem „Roten Brummer“ einem ausrangierten Schienenbus ging durch das Krebstal hinauf bis Obergimpern. Nachdem man am Unterbigelhof vorbei talabwärts marschiert war,  bot der dichte Waldrand Schutz bei dem einzigen Gewitter, das unseren Wandertag beeinträchtigt hat. Der Wanderweg, der über die  alten Landesgrenzen Baden- Württemberg führte, birgt viele Geschichten, die uns der Wanderfreund erzählte. In der Grenzgemeinde Helmhof trennten sich die Gruppen, um auf beiden Seiten des Krebsbachtales, geschmückt mit herrlichen Rundumblicken und großflächiger Landwirtschaft,  zurück nach Neckarbischofsheim zu marschieren.   Im  5-eckige Turm, welcher im Jahr 1378 erbaut wurde und dem OWK seit  genau 50 Jahren als Vereinslokalität dient, wurden die Wanderer bewirtet und mit geselligen Trinksprüchen und gegenseitigen Dankesworten , wurde der Gegenbesuch im Sommer 2015 besprochen und im neuen Wanderplan festgehalten. Das nächste Erlebnisangebot des Walldürner Odenwaldklubs besteht am 3. August in einer Tagesfahrt nach Würzburg.

Von allem ebbs - aus der Sicht eines Gastes

veröffentlicht um 10.07.2014, 11:17 von Werner Weigand   [ aktualisiert: 13.07.2014, 21:47 ]




Bilder unseres Wanderfreundes aus Ladenburg
Von allem ebbes

unter diesem Motto hatte die OWK-Ortsgruppe Walldürn seinen Wandertag im WanderMagazin „Die Dorflinde“ vielsagend angekündigt. Das hatte mich, der ich in Ladenburg zuhause bin, außerordentlich neugierig gemacht.

Bei strahlendem Sonnenschein begrüßte Agnes, Vorsitzende des OWK Walldürn, gegen 8.30 Uhr die erste Wandergruppe zum Start der sportlichen Rundwanderung. 6 Wanderinnen, 7 Wanderer und ein Hund hörten ab jetzt auf Karl-Friedrich als unserem versierten Wanderführer. Mit schnellen Schritten ging es bei spürbarem Gegenwind auf dem Limes-Wanderweg Richtung Altheim. Karl-Friedrich berichtete, dass wir uns heute im Grenzbereich zwischen dem rund 240 Mio. Jahre alten Muschelkalk des Baulands und dem noch älteren Buntsandstein des Odenwaldes bewegen werden. In diesem Zusammenhang erklärte er auch, dass die Alpen erst später aus der Verschiebung der afrikanischen gegen die europäische Platte entstanden waren. So hilft die Geologie, das Bauland näher kennenzulernen.

Nach einer knappen Stunde war der Waldrand erreicht. Kurze Zeit später bogen wir ab und folgten in nordöstlicher Richtung dem blauen Dreieck Richtung Hardheim. Der breite und bequeme Wanderweg lag wohltuend im Schatten des Bodenwaldes. In Waldstetten verriet uns Karl-Friedrichs Computer, dass wir bereits einen Liter Flüssigkeit verloren haben. Rasch also trinken und ein wenig den Durst löschen. Das Wasser eines Brunnens spendete erfrischendes Nass. Am Ortsausgang waren wir gefordert, den etwa einen Kilometer langen Aufstieg zur Hardheimer Höhe zu bewältigen. Also Energie sparen durch Einschränkung der Kommunikation. Bald lag ein herrlicher Wiesenweg zwischen Gersten- und Weizenfeldern vor uns.

Eine halbe Stunde später kam Hardheim in Sicht. Der Wanderführer wies darauf hin, dass Steine möglichst nahe ihrer Gewinnung verbaut worden waren, um Transporte zu meiden. Wir würden Buntsandstein und Kalkstein an den Gebäuden allein an ihrer Farbe erkennen können. Die Dom-Glocken schlugen zwölfmal, als wir kurze Zeit später den Biergarten unserer Gaststätte erreichen. Leichte Kost und vor allem erfrischende Getränke standen hoch im Kurs. Dass der 6. Juli zum Welt-Kuss-Tag ausgerufen worden war, nahmen die weiblichen und männlichen Teilnehmer zwar interessiert zur Kenntnis. Allein der Energieverbrauch beim Küssen könnte dafür verantwortlich gewesen sein, dass den Worten leider keine Taten folgten. Doch nicht „von allem ebbes“?

Nach der Mittagspause bummelten wir zum Erftaldom, der katholischen Kirche St. Alban. Sie ist, wie Brunhilde uns sachkundig erklärte, gerade 120 Jahre alt. Der Dom ersetzte ab 1894 eine einsturzgefährdete gotische Kirche.

Karl-Friedrich führte die Wanderer auf dem in nordwestlicher Richtung verlaufenden Mühlenweg, neben uns ein paar Stromschnellen der Erfa. Die Wohlfahrtsmühle lag idyllisch vor uns, konnte uns aber nicht für eine Kaffeepause locken, weil wir andere Pläne hatten. Und weiter ging unsere Wanderung. Im Dornberger Wald erreichten wir die ehemalige Marienkapelle, die Gnadenstätte "Unsere liebe Frau im Wald". Hinter Dornberg erstreckten sich weite Kornfelder, die, wie Karl-Friedrich erläuterte, jetzt auf dem in den 30er Jahren für den ehemaligen Militärflughafen stark planierten Gelände liegen. In weitem Bogen führte uns der Weg hinunter zum Lochbach in Höpfingen. Entlang der stillgelegten Bahntrasse strebte die Wandergruppe in Richtung Walldürn.

Vom Himmel drohte uns nach Einschätzung des Wanderführers kein Ungemach, der vorherrschende Wind sei ein sicheres Indiz. Petrus war offensichtlich anderer Ansicht, denn plötzlich öffnete er ein wenig seine Schleusen, und bestätigte damit das Motto „von allem ebbes“. Zielstrebig wanderten wir durch den Wald und erreichten bald den Ostrand Walldürns. Dort verweilten wir kurz für das obligatorische Foto an der ehemaligen Hochgerichtsstätte, dem Galgen. Raschen Schrittes durchquerten wir die Stadt und langten pünktlich um 17 Uhr am Lehenhof Sans an. Dort warteten Agnes und ihre treuen Helfer, und versorgten die müden Wanderer – mittlerweile waren alle drei Gruppen eingetroffen – mit Kaffee, Kuchen, Getränken und kleinen Speisen.

Für mich war es mehr als nur 31 Kilometer – ein herrliches Erlebnis, mit einer wahrlich gastfreundlichen, aktiven Ortsgruppe das mir bisher weitgehend unbekannte Bauland zu erwandern. Dabei von Brunhilde und Karl-Friedrich auch Wissenswertes über Geologie, Kultur und Geschichte zu erfahren. Letztlich zeigte Petrus, dass das Bauland – zumindest an diesem Wandertag – zu Unrecht „Badisch Sibirien“ genannt wird. Bericht von Johann  

Euch allen ein herzliches Dankeschön, insbesondere den Akteuren. – Liebe Grüße aus Ladenburg 

Bericht und Bilder: Johann Kose, Ladenburg




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