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Brünnles-Wanderung

veröffentlicht um 25.03.2012, 13:12 von Werner Weigand   [ aktualisiert 31.03.2012, 09:03 von Michael Conrad ]
Mit dem Gedicht "Frühjohr" von Hanne Assion-Bausback begrüßten bei herrlichem Frühlingswetter die Wanderführer Brunhilde Marquardt und Wolfgang Eisenhauer 27 Wanderfreunde zur Brünnleswanderung in Walldürn. Über den Stationenweg führte die Wanderung zunächst zum Märzenbrünnle mit der Waldkapelle, die der Schmerzhaften Mutter Gottes geweiht ist. Für viele Walldürner ist dieser idyllisch gelegene Ort immer wieder ein beliebtes Ziel eines Spaziergangs, für viele Pilger ein Ort der Besinnung, der Andacht und des Gebets sowie ein Ort, um den sich zahlreiche Sagen ranken. Die Quelle nahe der Kapelle, eine Märzenquelle, die besonders im Frühjahr und bei Regen viel Wasser fördert, soll bereits zu Zeiten der Kelten als heiliger Ort gegolten haben. Die Kapelle, einst eine Holzkapelle, wurde 1899 mit Hilfe von Spenden, Stiftungen und Nachlässen, vor allem mit viel persönlichem Einsatz und der Arbeitskraft vieler Walldürner Bürger in heimischen Buntsandstein neu errichtet. Das plastische Bildnis wurde von der alten in die neue Kapelle übernommen.
Nach dem Sturm Wiebke im Frühjahr 1990 wurde die Kapelle von Baumbestand freigelegt. 1999 zur 100-Jahr-Feier wurde, dank vieler Walldürner Wohltäter, der Vorplatz der Kapelle neu gestaltet, Turm und Dach ausgebessert, der Glockenstuhl stabilisiert, das Innere erhielt eine neue Ausmahlung, auch die 14 Stationsbilder zur Kapelle wurden renoviert.
Danach ging der Weg über das Ziegerwiesenbrünnle zum Taufbrunnen, der als das älteste Kulturdenkmal in Walldürn gilt. An diesem Quellheiligtum haben der Sage nach schon Kelten und Germanen ihren Gottheiten geopfert. Nach der Niederlassung der Benediktiner in Amorbach 734 fanden hier der Überlieferung nach, die ersten Christentaufen statt. In den Walldürner Archiven gibt es eine Urkunde von 1658, nach der in diesem Jahr der Taufbrunnen als Viehtränke restauriert wurde. Um diesen historischen Ort nicht zu vergessen, errichtete der OWK Walldürn 1994 einen Findling mit Inschrift.
Entlang des markierten Wanderweges Nr. 3 gelangte man über die Mutterfichte und Alte Amorbacher Straße zurück nach Walldürn. In der Gaststätte AKROPOLIS klang der Wandernachmittag aus.
Die nächste Wanderung ist die Bußwanderung am Karfreitag, dem 06.04.2012. sie wird von Lothar Wohlfahrt geführt.
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