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Besuch im Lichtermuseum am 07.02.2010

veröffentlicht um 15.08.2010, 22:58 von Michael Conrad   [ aktualisiert: 09.02.2013, 04:41 ]

45 Wanderfreundinnen und Wanderfreunde stapften tapfer bei herrlichem Winterwetter von Walldürn nach Wettersdorf durch den Schnee. Die sieben Kilometer lange Wanderung, die von Brunhilde Marquardt geführt wurde stand unter dem Namen Lichtmess-Wanderung.

An Maria-Lichtmess, am 2. Februar, sind die dunklen Winternächte endlich vorbei, sagt eine alte Bauernweisheit: „ Es wird heller – Weihnachten um einen Hahnentritt, Neujahr um einen Hirschsprung, und Lichtmess um eine ganze Stunde“ Im bäuerlichen Arbeitsjahr begann ein neues Wirtschaftsjahr: Zins, Pacht und Lohn wurde fällig. Dienstboten wechselten Ihre Stelle und gleichzeitig bildete das Fest Maria Lichtmess den Abschluss der Weihnachtszeit.

Von Lichtmess an kam man früher wieder ohne Lampen und Kerzenlicht aus. Bei ärmeren Menschen im Odenwald war oft das Herdfeuer die einzige Lichtquelle. Kerzenlicht kostete Geld, Kienspanbeleuchtung war gefährlich.

Diese Informationen und noch viel mehr erhielten die Wanderfreunde bei der Wanderung mit Besuch des Lichtermuseums in Wettersdorf von Frau Berberich, Tochter des Gründers dieser Einrichtung. Über 2500 Objekte aus dem heimatlichen Raum, aber auch aus Europa und überseeischen Ländern beherbergt dieses Museum. Die älteste Lampe stammt aus etruskischer Zeit.

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