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OWK wanderte am 12.09.2021 zu einem weiteren Dreimärker

veröffentlicht um 13.09.2021, 01:33 von Wolfgang Eisenhauer   [ aktualisiert: 14.09.2021, 00:08 ]
Ziel dieser Wanderung war der Standort des Dreimärkers am Zusammentreffen der Gemarkungen von Walldürn, Höpfingen und Glashofen. Bei sonnigem Wanderwetter machten sich insgesamt 33 eifrige Wanderfreundinnen und Wanderfreunde in zwei Gruppen auf den Weg.

Der Weg beider Wandergruppen führte zunächst zur Laurentiuskapelle auf der Heide. Hier gesellten sich noch einige Wanderfreunde hinzu.

Die ca. 14 km lange Tour, geleitet von Wolfgang. führte entlang des Hauptwanderweg 24 des OWK, gekennzeichnet durch ein auf dem Kopf stehendes T bis zum Flugplatzwanderweg. Hier informierte der Wanderführer unterstützt von kundigen Gruppenmitgliedern über den Bau der Gleisanlage, das ehemals 102 ha große Flugplatzgelände sowie über die vier Bunker und deren Nutzung.

Die Wanderer mit einer Strecke von ca. acht Kilometern, geleitet von Brunhilde Marquardt, folgten der Markierung „roter Punkt“ durch die heimatlichen Distrikte Lindig, Galgen, Höpfinger Pfad und Taubenpfad. Letztlich erreichten beide Gruppen den Wiesen- und Grenzweg zwischen Walldürn und Höpfingen im Gewann Geierspitze.

Hier konnte man nur auf den ehemaligen Standort des historischen Dreimärkers hinweisen, an dem die Gemeinden Walldürn, Höpfingen und Glashofen aufeinandertreffen mit seiner Aufgabe, deren Territorien sichtbar zu machen.

Den Grenzstein selbst hat man wiederentdeckt. Ein OWK-Wanderführer fand ihn bei der Vortour im Wald auf Walldürner Gemarkung entwurzelt und beschädigt vor. Mittlerweile wurde dieser fachgerecht geborgen und gesichert und wird künftig museal zu sehen sein. Eine Restaurierung des Steins mit neuer Aufrichtung am konkreten Ort wäre sehr aufwendig und teuer. Zudem hat er keine funktionale und politische Relevanz mehr.

Allerdings sind Dreimärker Hoheitszeichen. Sie grenzen Hoheitsbereiche ab und dürfen nicht verändert, nicht unbefugt versetzt oder entfernt werden. Ein Gesetz des Großherzogtums Baden von 1852 wurde mit der Katastervermessung 1870 bis 1882 in unserer Gegend umgesetzt. Der dreikantige historische Grenzstein aus regionaltypisch rotem Buntsandstein zeigt auf jeder Seite die Inschrift seiner Gemarkung: auf der Walldürner Seite: W 106, auf Höpfinger Seite: H 114 und auf der Glashofener Seite: GL 111. Die Oberseite liniert den Grenzverlauf. Er ist ein Stück Heimat und Zeuge der Geschichte, ein Kulturdenkmal, das es durchaus zu bewahren gilt.

Um Walldürn herum gibt es neun Dreimärker. Fünf Standorte von Dreimärkern wurden bereits vom OWK erwandert, die restlichen vier stehen bereits als Ziele auf dem Wanderplan 2021/22.

Der Rückweg der einen Gruppe führte auf dem alten Grenzweg zwischen Walldürn und Glashofen weiter über den Limesweg, einem weiteren Grenzweg zwischen Römern und Germanen aus dem 2. Jahrhundert, zurück nach Walldürn. Die andere Gruppe ging auch auf dem Limesweg, doch in die andere Richtung, durch die Gewanne Lange Birke, Steinehaus, Weißer Kohlschlag und Kohleplatte über die Alte Glashofener Straße nach Walldürn. Die Natur präsentierte sich grenzenlos und erste Herbstzeitlosen kündigten den beginnenden Herbst an. Brunhilde Marquardt rundete den gelungenen Wandertag mit dem Gedicht „September“ von Erich Kästner ab, bevor beide Gruppen sich im Biergarten des Ristorante Noi Due trafen und von italienischer Küche verwöhnen ließen.

Agnes Sans, die Vorsitzende des OWK, dankte beiden Wanderführern für die Vorbereitung und Durchführung der beiden Touren.

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